Parkinson & Umwelt: Parkinson und die Frage nach den Ursachen – presse.live

Parkinson Stiftung

Parkinson Stiftung: Parkinson & Umwelt: Parkinson und die Frage nach den Ursachen

Unsere Umwelt, unser Risiko: Parkinson und die Frage nach den Ursachen

Berlin, 10. September 2026 – Warum erkranken manche Menschen an Parkinson, andere aber nicht? Welche Rolle spielen dabei Einflüsse aus unserer Umwelt und was sagt die Forschung dazu?

Parkinson betrifft uns alle. Wir sprechen von einem enormen Anstieg an Erkrankungszahlen in den kommenden Jahren, Wissenschaftler:innen sprechen gar von einer weiteren Pandemie. „Parkinson ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Mit der Aufnahme der Parkinson-Krankheit in die Liste der Berufskrankheiten ist Parkinson ein gesundheits- und arbeitspolitisches aber auch ein gesellschaftspolitisches Thema.“ so Professor Jens Volkmann, Direktor der neurologischen Universitätsklink in Würzburg.

Noch haben Forscher:innen die Ursachen der Erkrankung zwar nicht entschlüsselt, aber es gibt Risikofaktoren, die scheinbar die Entstehung des Parkinson begünstigen. Ein Risiko davon sind Umweltgifte und Pestizide. Internationale Studien belegen weltweit und in Deutschland steigende Erkrankungs- und Häufigkeitszahlen. Der demografische Wandel verstärkt diese Entwicklung zusätzlich. Besonders eindrücklich zeigt eine aktuelle Studie im British Medical Journal vom März 2025 die Dimension: Die globale Parkinson-Prävalenz könnte sich von 11,9 Millionen Betroffenen weltweit in 2021 auf 25,2 Millionen bis zum Jahr 2050 mehr als verdoppeln.

„Parkinson sollte nicht länger ausschließlich als unvermeidliche Folge des Alterns und einer genetischen Veranlagung betrachtet werden. Internationale Forschungsergebnisse legen zunehmend nahe, dass wir die Umgebungen berücksichtigen müssen, in denen Menschen leben und arbeiten.“ Professor Michael Okun, University of Florida.

Spätestens seit der Aufnahme der Parkinson-Krankheit in die Liste der Berufskrankheiten zum 1. August dieses Jahres, ist der Zusammenhang von Parkinson und Umweltgiften ins öffentliche Interesse gerückt. Dementsprechend sollten sich politische Maßnahmen auch an neurologischen Erkenntnissen orientieren. Johannes Wagner, Arzt und Mitglied des Bundestages bringt es auf den Punkt: „Umweltschutz ist auch Gesundheitsschutz. Nach der Anerkennung als Berufskrankheit muss die Prävention folgen. Wir brauchen eine konsequente Reduktion und Regulierung gesundheitsschädlicher Pestizide.“

Mit der Pressekonferenz will die Parkinson Stiftung einen Aufschlag machen, damit das Verständnis von Umwelt in Zusammenhang mit Parkinson erkannt und man sich des Risikos bewusst wird. Aus Sicht der Parkinson Stiftung sollte Unsicherheit nicht zu Handlungsunfähigkeit, sondern zu intensivierter Forschung führen. Wenn Umweltfaktoren maßgeblich zur Entstehung der Parkinson-Krankheit beitragen,dann muss Prävention zu einem der zentralen Ziele der weltweiten Parkinson-Forschung werden. Denn: Parkinson ist überall und erfordert gesellschaftliche Aufmerksamkeit.

Parkinson Stiftung

Über die Parkinson Stiftung – Forschen. Informieren. Betroffenen helfen.

Unter diesem Motto setzt sich die Parkinson Stiftung für Menschen mit Parkinson ein. Ihre Vision ist eine Welt ohne Parkinson. Die Stiftung ist überzeugt, dass durch intensive Forschung eine Heilung der Parkinson-Krankheit möglich ist. Ziel ist es, die Behandlung von Parkinson grundlegend zu verbessern. Betroffenen, Ärzt:innen, Therapeut:innen und ehrenamtlich Engagierten bietet sie ein Dach für ihre wertvolle Arbeit. Sie ermöglicht Wissenstransfer und den Austausch mit Akteur:innen aus Forschung, Ehrenamt, Politik und Gesellschaft. Mit ihren Informationsangeboten, Projekten und Initiativen möchte die Stiftung Patient:innen und ihre Angehörigen in ihrem Selbstbewusstsein stärken und zu mehr Lebensqualität beitragen. Die Parkinson Stiftung schafft Bewusstsein, fördert Akzeptanz und arbeitet jeden Tag daran, Parkinson in die Gesellschaft zu bringen.

Die Parkinson Stiftung wurde 2019 von der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen e.V. errichtet; Sitz ist Berlin. Die Stiftung finanziert ihre Arbeit überwiegend aus Spenden und Zuwendungen.

Kontakt:
Franziska Engehausen
Geschäftsführung der Parkinson Stiftung
Tel.: 0151 101 90 114
E-Mail: presse@parkinsonstiftung.de
Website: parkinsonstiftung.de
Presse: parkinsonstiftung.de

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