Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland
Bundesministerium des Inneren bekennt sich zur strategischen Bedeutung deutschsprachiger Gemeinschaften
Berlin. Im Rahmen der Jahrestagung der Gremien der Stiftung Verbundenheit im Deutschen Bundestag hat die Spitze des Bundesinnenministeriums erstmals die besondere strategische Bedeutung deutschsprachiger Gemeinschaften weltweit hervorgehoben.
Klares Bekenntnis des BMI zu deutschsprachigen Gemeinschaften
In seinem Grußwort würdigte der Parlamentarische Staatssekretär Christoph De Vries die Rolle deutschsprachiger Gemeinschaften als wichtige Multiplikatoren deutscher Kultur, Sprache und gesellschaftlicher Werte: „In einer Zeit, in der globale Partnerschaften immer wichtiger werden, sind die deutschsprachigen Gemeinschaften vor allem in Südamerika und Israel potentielle Botschafter für ein positives Deutschlandbild. Sie vermitteln nicht nur Sprache und Kultur, sondern auch Vertrauen, Netzwerke und langfristige Interessen.“
Darüber hinaus machte De Vries deutlich, dass das Bundesministerium des Innern die Förderung deutschsprachiger Gemeinschaften als wichtige Aufgabe versteht. Seit Jahresbeginn liegt die Zuständigkeit für die Förderung deutschsprachiger Gemeinschaften beim BMI, seit Juni gibt es eine eigene Projektgruppe „Deutschsprachige Gemeinschaften im Ausland“. Zudem unterstrich er das hohe Maß an Expertise innerhalb des Hauses für die Anliegen dieser Gemeinschaften sowie die wichtige Rolle der Stiftung Verbundenheit bei deren Vernetzung mit Deutschland.
Weitere Gremienmitglieder der Stiftung Verbundenheit, darunter die Bundestagsvizepräsidentin Andrea Linholz (CSU), die Parl. Staatsekretärin Anette Kramme (SPD) sowie der Ratsvorsitzende Hartmut Koschyk (CSU), betonten in diesem Zusammenhang, dass deutschsprachige Gemeinschaften bislang nicht die Aufmerksamkeit erhalten hätten, die ihrer Bedeutung für die internationalen Beziehungen Deutschlands angemessen sei. Die nun erfolgte Positionierung des BMI stellt einen wichtigen Schritt zur institutionellen Anerkennung die auf rund 60. Millionen Menschen geschätzte Gemeinschaften dar.
„Berliner Erklärung“ zur Zukunft der deutschen Sprache verabschiedet
Die Stiftung Verbundenheit hat zudem die „Berliner Erklärung – Deutsch als Herkunfts- und Minderheitenmuttersprache im internationalen Raum stärken“ verabschiedet.
Darin fordert sie eine grundlegende strategische Neuausrichtung der internationalen Sprachförderpolitik Deutschlands. Die Erklärung hebt hervor, dass die deutsche Sprache für Millionen Menschen weltweit mehr ist als ein Kommunikationsmittel. Sie sei Ausdruck familiärer Herkunft, kultureller Identität, historischer Erinnerung und emotionaler Verbundenheit mit Deutschland.
Zugleich warnt die Erklärung vor einem weltweit sinkenden Interesse an der deutschen Sprache im Wettbewerb mit anderen internationalen Sprachen. Vor diesem Hintergrund fordert die Stiftung Verbundenheit eine eigenständige Förderstrategie für Deutsch als Herkunfts-, Gemeinschafts- und Minderheitensprache.
Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland
Die Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland versteht sich als Brückenbauer, die den deutschen Minderheiten und deutschsprachigen Gemeinschaften hilft, ihre Identität zu bewahren und gleichzeitig eine wichtige Rolle in den Ländern zu spielen, in denen sie leben. Mit der Jahrestagung und dem begleitenden politischen Programm unterstreicht die Stiftung Verbundenheit ihre Rolle als zentrale Mittlerorganisation zwischen Deutschland, deutschen Minderheiten und deutschsprachigen Gemeinschaften weltweit. Ziel bleibt es, die Interessen dieser Gemeinschaften sichtbar zu machen und ihre Bedeutung für die internationale Vernetzung Deutschlands dauerhaft im politischen Bewusstsein zu verankern.
Video zur Jahrestagung.
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