Ökostromanbieter Octopus Energy, Rabot Energy, Tibber, Ostrom: Vorstellung des Smart-Meter-Atlas – presse.live

Octopus Energy, Rabot Energy, Tibber, Ostrom

Vorstellung des Smart-Meter-Atlas

Smart-Meter-Atlas: Berlin führt deutlich

  • Die Smart-Meter-Initiative stellt den neuen Smart-Meter-Atlas vor: Die Karte zeigt die Einbauquoten des Pflichtrollouts nach Netzgebieten aufgeschlüsselt.
  • Ein Vergleich der zehn größten Messstellenbetreiber in Deutschland zeigt Einbauzahlen der Pflichtrollout-Fälle zwischen 20 und 38 Prozent – mit Stromnetz Berlin an der Spitze und Baden-Württemberg an letzter Stelle.
  • Insgesamt liegt der Smart-Meter-Rollout bundesweit bei 3,8 Prozent. Bei Pflichteinbaufällen sind es immerhin 20,2 Prozent.
  • Kleinere Messstellenbetreiber mit weniger als 30.000 Messlokationen liegen im Durchschnitt bei 8,2 Prozent Rollout-Quote unter den Pflichteinbaufällen.

Berlin, 20. Januar 2026. Die Smart-Meter-Initiative (SMI) – Tibber, Octopus Energy, Rabot Energy und Ostrom – hat ihren neuen Smart-Meter-Atlas vorgestellt. Das neue Transparenztool zeigt quartalsweise die Fortschritte des Pflichtrollouts in allen deutschen Netzgebieten und macht regionale Unterschiede deutlich sichtbar: Beim Pflichtrollout intelligenter Messsysteme (iMSys) in Deutschland sind die größeren Messstellenbetreiber schneller als kleinere. Unter den zehn größten grundzuständigen Messstellenbetreibern (gMSB) führt Stromnetz Berlin (37,6%) das Ranking an. Die Zahlen basieren auf der quartalsweise von der Bundesnetzagentur (BNetzA) veröffentlichten Erhebung der Smart-Meter-Einbauzahlen für das dritte Quartal 2025.

„Nur wenn offen nachvollziehbar ist, wie einzelne Messstellenbetreiber vorankommen, kann gezielt gesteuert, verbessert und beschleunigt werden. Die Digitalisierung der Energiewende darf kein Blindflug sein“, sagt Merlin Lauenburg, Deutschlandchef von Tibber.

Pflichtrollout-Fälle für Smart Meter in Deutschland umfassen seit dem 1. Januar 2025 Haushalte mit über 6.000 kWh Jahresverbrauch, Betreiber von PV-Anlagen mit mehr als 7 kW Leistung sowie Haushalte mit steuerbaren Verbrauchseinrichtungen mit einer Nennleistung von mindestens 4,2 kW wie Wärmepumpen oder E-Auto-Ladestationen.

Bundesweit sind bislang den Daten der BNetzA zufolge erst 3,8 Prozent der Haushalte mit einem Smart Meter ausgestattet – im zweiten Quartal 2025 waren es 3 Prozent. Zum Vergleich: In unseren Nachbarländern Dänemark, Italien und den Niederlanden liegt die landesweite Rollout-Quote bereits seit vielen Jahren zwischen 90 und 100 Prozent. Die angestrebte Quote für die Pflichteinbaufälle von 20 Prozent bis Ende 2025 ist allerdings mit insgesamt 20,2 Prozent erreicht worden. Die großen grundzuständigen Messstellenbetreiber mit mehr als 500.000 Messlokationen liegen mit 25 Prozent über diesem Wert.

„Wir sehen in Deutschland eine enorme Fragmentierung mit über 900 Messstellenbetreibern. Um den Rollout endlich zu beschleunigen, braucht es klare regulatorische Vorgaben und eine Vereinheitlichung der Datenprozesse, damit Innovationen nicht länger an manuellen Prozessen scheitern“, sagt Matthias Martensen, Mitgründer und CEO von Ostrom.

Die zehn größten Messstellenbetreiber in Deutschland haben beim Pflichtrollout Einbauquoten zwischen 20 und 38 Prozent – auf Berlin (37,6 %) folgt Westnetz (35,3 %) und die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom (32,9%). Den niedrigsten Wert im Vergleich dieser Gruppe verzeichnet Netze BW (19,7%), gefolgt von Bayernwerk Netz (21%) und den Hamburger Energienetzen (22,3%).

Drei Netzbetreiber mit 100 Prozent Smart-Meter-Rollout

Der bundesweite Durchschnitt der Pflichteinbaufälle bei den 600 Messstellenbetreibern mit weniger als 30.000 Messstellen liegt mit 8,2 Prozent nach wie vor deutlich unter den Werten der großen grundständigen Messstellenbetreiber mit mehr als 500.000 Messstellen (25%), was auf strukturelle Herausforderungen im Rollout-Prozess insbesondere bei kleineren Betreibern hinweist. Doch auch hier gibt es Ausnahmen: Die Stadtwerke Lübz erreichten als erster Messstellenbetreiber schon Ende vorletzten Jahres eine 100-prozentige
Abdeckung für den Pflichtrollout – im ersten Quartal 2025 erreicht dies auch Raubling Papier
sowie zuletzt die Gemeindewerke Wendelstein KU.

Hier geht es zum Smart-Meter-Atlas. Die Zahlen werden quartalsweise mit der Erhebung der Bundesnetzagentur aktualisiert. Die Smart-Meter-Initiative stellt außerdem Grafiken zur freien Verwendung zur Verfügung (bitte mit Quellenangabe). Zusätzlich kann der Atlas als
iFrame in externe Websites eingebunden werden.

Über die Smart-Meter-Initiative

Die im Januar 2024 gegründete Smart-Meter-Initiative besteht aus den digitalen Ökostromanbietern Octopus Energy, RABOT Energy, Tibber und Ostrom. Gemeinsam wollen die Unternehmen den Smart-Meter-Rollout in Deutschland begleiten und beschleunigen. Als Pioniere dynamischer Tarife setzen sie sich gemeinsam mit Messstellen- und Verteilnetzbetreibern für den vorzeitigen Einbau von intelligenten Stromzählern ein. Die Vision: Verbrauchenden die Möglichkeit bieten, den eigenen Stromverbrauch flexibel an das Stromangebot anzupassen und so von günstigeren Preisen zu profitieren.

Octopus Energy, Rabot Energy, Tibber, Ostrom

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